Waterdome

Full Dome Projektion

 

Waterdome ist eine audiovisuelle Sinfonie für Planetarien, das für das Medienkunstfestival lab30 in Augsburg produziert worden ist. Ein Team von 9 Studierenden von der Hochschule Augsburg unter der Leitung von Robert Rose und Benjamin Stechele haben gemeinsam mit 7 Studierenden von der Universität der Künste Berlin unter der Leitung von Hannes Hölzl das Projekt in sechs Monaten in das Planetarium Augsburg gebracht. In abstrakten Bildern und Geräuschen wird das Thema Wasser aufgegriffen und im Bezug zur Augsburger Wasserwirtschaft aber auch zur globalen Situation gebracht. In dem 15 Minütigem Film kann man Wasser auf ganz neue Weisen kennenlernen.

Es wurde mit verschiedenen Techniken das Thema Wasser dargestellt. In der 3D-Software Maya wurden zum Beispiel Fremdkörper unter Wasser dargestellt, die das Leben vertreiben. In der Animationssoftware AfterEffects wurden schwarz-weiße Tropfen und deren Bewegung wie sie sich gegenseitig beeinflussen gebildet. Aber auch die reale filmische Darstellung von Wasser ist in drei Szenen zu sehen, obwohl man dies auf den ersten Blick nicht sieht. Bei diesen Szenen war ich für die Umsetzung verantwortlich. Hier ein Video, in denen man einen Einblick in diese Szenen bekommt.

Die Szene "Wasserwege" zeigt Augsburgs Stadt- und Wassernetz in einer unbekannten Art und Weise. Dazu haben wir mit LABBINÆR in eine Acrylplatte von 70x70cm das Stadtnetz von Augsburg gefräst und eine weitere das Fluss- und Kanalnetz vom städtischen Raum. Mit einem Abstand von ca. 10cm filmten wir die 2 Acrylplatten im Videostudio der Hochschule Augsburg im richtigen Licht ab. Durch den Abstand der Platten entstand bei Bewegung der Kamera ein Parallaxer Effekt. Durch das gefräste Wassernetzwerk schickten wir tatsächlich Wasser.

Die Wasserbewegungen wurden auch im Videostudio der Hochschule Augsburg gedreht. Dazu nahmen wir einen schwarzen flachen Teller mit etwas Wasser darin und  beleuchteten ihn mit starkem parallelem Licht. Durch Bewegen des Tellers entstand auf der Decke ein Lichtspektakel, das wir mit 90fps abfilmten. Die schnelleren Bewegungen entstanden durch einen Subwoofer, auf dem wir den Teller stellten.

Hier sieht man Wasser durch ein Mikroskop von 100facher Vergrößerung. Oben kann man die kleinsten Bewegungen von Wasser sehen durch gefärbtes Wasser. Unten links ist ein schmelzender Eiswürfel zu sehen und rechts unten sickert Wasser in ein Tuch ein. Dies konnte durch das Werkstoffprüflabor von der Hochschule Augsburg realisiert werden.